Rudi Pinke ist Mitbegründer des Christlichen Zentrums Frankfurt und weiterer Gemeinden im In- und Ausland. Er arbeitete 14 Jahre als leitender Pastor dieser Gemeinde. Sein Herz brennt für Versöhnung, Einheit, Wiederherstellung, für geistliche Vaterschaft und geistlich starke Männer. Auf nationaler Ebene arbeitet er eng mit anderen Leitern zusammen und sucht mit ihnen nach einer Lebensweise, die dem Evangelium voll Rechnung trägt und gleichzeitig offen und einladend für Kirchenferne ist. Der heilenden Kraft göttlicher Vaterschaft und der prophetischen Bedeutung der Versöhnung zwischen Juden und Christen fühlt er sich sehr verpflichtet.
Pastor Uve Simon, Coach, analytischer Sozialtherapeut, 65 Jahre, glücklich verheiratet. Er ist Vater von 5 erwachsenen Kindern die - wie seine Frau Elke- in der Diakonie arbeiten. Er war 1970 Mitgründer des Jesus Center Hamburg und leitet heute das grösste Blaukreuzzentrum für junge Straffällige in Deutschland Schloss Zahren in Mecklenburg.




Am 14. Juni 2003 fand in der Gemeinde
Luckenwalde der 1. Männertag der Vereinigung Berlin-Brandenburg
statt.
Die Veranstalter Wolfgang Polzin (Männerchorobmann),
Siegfried Rupsch (Ortskommittee) und Dr. Rainer Rumpel
(Vorsitzender der Männerarbeit im Bund) hatten mit 75
Teilnehmern gerechnet. Gekommen sind schließlich 85, was
uns sehr ermutigt hat!
Der Tag stand unter dem Thema "MANN UND STAAT - Der Christ
als Staatsbürger". Das Programm war gleichermaßen
vom Gesang des Kreismännerchors (Leitung: Olaf Schmalz)
wie von inhaltlichen Impulsen geprägt. Das Vormittagsreferat
hielt Dr. Dietmar Lütz (Beauftragter der Vereinigung Evangelischer
Freikirchen bei der Bundesregierung) anhand des Textes aus
Römer 13. Lütz hat deutlich gemacht, dass der Text zwar
klar festhält, dass staatliche Ordnung von Gott eingesetzt
ist, aber damit nicht gesagt ist, dass alles Handeln der Staatsmacht
("exousia") gut ist. In manchen Fällen sei der
Christ sogar zum Widerstand verpflichtet.
Das Thema wurde nachmittags durch Beiträge aus den Reihen
der Teilnehmer und im Rahmen einer Podiumsdiskussion vertieft.
Geleitet wurde die Diskussion von Pastor Thomas Reichert (Berlin-Marzahn)
und Dr. Rainer Rumpel (Berlin). Neben Dietmar Lütz waren
der ehemalige Bürgermeister von Guben (Gottfried Hain)
und der Dozent für Staats- und Verwaltungsrecht sowie
Führungswissenschaften Siegfried Grommek (Berlin) vertreten.
Lütz wies darauf hin, dass derzeit kein einziger Baptist
Mitglied des Deutschen Bundestags ist und ermutigte, auch eine
politische Laufbahn in das berufliche Planungsspektrum mit aufzunehmen.
Hain gab zu bedenken, dass man als Christ in politisch verantwortlicher
Stellung nicht alle seine Vorstellungen eins zu eins umsetzen
kann und in ein komplexes Interessennetz gerät, in dem man
keine allseitige Gerechtigkeit gewährleisten kann. Grommek
ermutigte die Anwesenden, in ihrem Berufsleben Ängste vor
Nachteilen zu überwinden, wenn man als Christ Position bezieht.
In seinem Leben haben sich diese Ängste meist nicht als begründet
erwiesen.
Auch das Thema "Europäische Verfassung" wurde angesprochen,
konnte aber nicht vertieft werden.
Ein Teilnehmer aus Brandenburg brachte - vielleicht stellvertretend
für manche Christen aus den neuen Bundesländern - seine
Bauchschmerzen mit dem Begriff Staat zum Ausdruck, der ihn immer
noch an das DDR-Regime erinnert.
Die leiblichen Bedürfnisse der Konferenzteilnehmer wurden
von morgens bis nachmittags in liebevoller Weise von Mitgliedern
der Gemeinde Luckenwalde umfassend und schmackhaft befriedigt,
was auch ein Grund zur Dankbarkeit war.
Der ermutigende Auftakt der Veranstaltung "Vereinigungsmännertag"
hat viele Besucher bewegt, bei einer spontanen Nachfrage ihr Interesse
für eine Neuauflage im nächsten Jahr zu bekunden.
Wir können nur dazu ermutigen, diese Art der Zusammenarbeit
von Männerarbeit und Männerchören auch in anderen
Vereinigungen anzupeilen.